Zehn Kochtalente haben es in die nächste Runde im Wettbewerb der S.Pellegrino Young Chef Academy geschafft. Sie wurden für den regionalen Vorentscheid ausgewählt.
Wer ist der beste Nachwuchskoch in Deutschland und Österreich? Zehn junge Talente haben sich für den Vorentscheid für die Region Zentraleuropa im Wettbewerb der S.Pellegrino Young Chef Academy qualifiziert. Ausgetragen wird der Vorentscheid am 19. November in Köln. Die Auswahl erfolgte durch die Alma, eine renommierte internationale Schule für italienische Kochkunst. Sie bewertete die Einsendungen der Teilnehmenden unabhängig, wobei der Schwerpunkt auf der kreativen Idee hinter den Gerichten, dem technischen Anspruch und der kulinarischen Handschrift lag.
Wie läuft der Wettbewerb ab?
Der S.Pellegrino Young Chef Academy-Wettbewerb erstreckt sich über zwei Jahre. 2024 ist das Jahr der Bewerbungen in den 15 Weltregionen von S.Pellegrino. Im November treten dann jeweils die zehn besten Köche einer Weltregion in einem Vorentscheid gegeneinander an. Deutschland und Österreich bilden dabei die Region „Central Europe“. Der Gewinner des regionalen Vorentscheids vertritt Deutschland und Österreich schließlich beim Grand Finale, das 2025 in Mailand stattfinden wird. Aus den 15 Finalisten wird der beste Nachwuchskoch der Welt gekürt.
Das sind die 10 Kandidaten für den Vorentscheid
- Jackie Johannsen: Die 25-jährige Köchin ist Chef de Partiein “Carls Brasserie an der Elbphilharmonie”in Hamburg. Ihr Signature Dish Nordic by Nature ist eine Hommage an ihre deutsch-irische Herkunft und ihre kulinarische Reise. „Dieses Gericht steht für mich. Ich bin in Deutschland geboren und habe zehn Jahre lang in Irland gelebt.“ Der gebratene Kabeljau symbolisiert die Kindheit in Norddeutschland. Die Auster repräsentiert Irland, verziert mit den Farben der irischen Flagge (Grün, Weiß, Orange). Dazu kommen klassische Ergänzungen mit einem Twist: Kartoffelsalat mit Beurre blanc und Erbsenpuree.
- Patrick Ködel: Der 30-Jährige aus Stuttgart ist Küchenchef des Restaurants “Hallo Emil”und tritt mit seinem Signature Dish Heart of the Mountain an. Das Gericht reflektiert seine Liebe zur Natur uns seine Wurzeln, indem er lokale Zutaten mit innovativen Techniken kombiniert. Ködl hat bereits Wettbewerbserfahrung, einschließlich der Jungen Wilden und dem Koch des Jahres.
- Patrick Landerer: Der 26-Jährige ist Küchenchef im “R35 by Patrick Landerer” im österreichischen Ladis (eine Haube). Die tirolerische Kulinarik inspiriert ihn stark, was sich in seinem Signature Dish Tyrolean Char 2 Styles zeigt. „Der Saibling ist ein Fisch, der in den ladisischen Alpenseen heimisch ist. Daher ist die Hauptzutat ein Symbol für meine Heimat.“ Der Saibling wird auf zwei verschiedene Arten serviert: als Cordon bleu und mariniert. Mit diesen beiden Gerichten will er zeigen, dass man typische Zutaten und Aromen aus seiner Heimatstadt mit Aromen und Zutaten aus der ganzen Welt kombinieren kann.
- Mario Ludwig: Der 20-Jährige aus Salzburg kocht im “Restaurant-Hotel Obauer”(fünf Hauben). Sein Signature Dish A Duck Walking Through the Forest repräsentiert das nördliche Waldviertel sowie die Geschichte seiner Familie. „Die Idee für mein Signature Dish entstand bei mir aus Geschmacksbildern der Kindheit. Mit diesem möchte ich aber auch Nachhaltigkeit zeigen und ein Statement setzen, dass man mit klassischen Techniken trotzdem einen interessanten Küchenstil kochen kann.“
- Emilia Montz: Die 24-Jährige ist Chef de Partieim Restaurant “TROYKA” (ein Stern) im deutschen Erkelenz. Ihr Signature Dish Russian Ballet spiegelt ihre Leidenschaft für den Tanz wider. „Ich möchte die russische Küche mit dem Ballett Schwanensee verbinden und dabei Weiblichkeit und Leichtigkeit in die männerdominierte Sterneküche einbringen. Die Kontraste zwischen dem weißen Schwan und dem fehlenden Schwan spielen sowohl optisch als auch geschmacklich eine zentrale Rolle.“
- Mary Anne Peñaloza Villafuerte: Die 30-Jährige arbeitet als Küchenchefin bei “Eurest”in Ismaning, Bayern. Sie tritt mit dem Signature Dish Shrimps | Corn | Pork fusion an. Dazu sagt sie: „Mit meinem Gericht möchte ich meine Wurzeln teilen. Ich wollte beweisen, dass die südamerikanische Tradition und Kulinarik so viel zu bieten haben.“
- Yvonne Rauscher: Die 26-Jährige ist Chef de Partieim Landhaus Bacher (vier Hauben). Ihr Signature Dish Buntes Waldviertel zeigt die Vielfalt und Aromen ihrer Heimat. „Mein Gericht spiegelt die Erlebnisse und Einflüsse meiner Karriere wider und hebt die hervorragenden Produkte meiner Region hervor. Mit einfachen Zutaten wie Mohn, Kartoffeln und Kümmel habe ich ein Gefühl von Kindheitsnostalgie geschaffen.“
- Marc-Dominik Stern: Der 29-Jährige aus München ist Sous Chefim The Charles Hotel Munich. Sein Signature Dish Französisches Perlhuhn „Tikka Massala Style“ mit Ghoakresse, Kaffir-Limette, Tomate und Mandel verbindet die Tradition der französischen Küche mit den würzigen Aromen Indiens. Die Ghoakresse, Kaffir-Limette und Mandel sorgen für eine außergewöhnliche Geschmackstiefe, Leichtigkeit, und interessante Kontraste.
- Saskia Vorhemu: Die 25-Jährige ist Sous Chefinim Restaurant Restaurant “IZI by Freistil”in Kempten/Allgäu. In ihrem Signature Dish Pig in the Wild spielen Saisonalität und Regionalität eine fundamentale Rolle. „Ich gehe mit offenen Augen durch die Welt und schaue mir an, was die Natur zu bieten hat. Das hilft mir enorm, wenn ich meine Gerichte kreiere. Ich möchte wissen, wo meine Zutaten herkommen und wie ich die Bedingungen meiner Umwelt für meine Gerichte nutzen kann. Die Zutaten sollten in ihrer besten Qualität den Weg auf den Teller finden. Mein Ziel ist es, immer das volle Potential aller Zutaten auszuschöpfen“, so Saskia Vorhemus.
- Jakob Züge: Der 26-Jährigeist Sous Chefim “Das Marktrestaurant”(ein Stern). Sein Signature Dish Veal Fillet and Bavarian Cabbage – hay | potato | radish | red wine repräsentiert seine Heimatregion, indem er traditionelle bayerische Wirtshausküche neu interpretiert. „Mit diesem Gericht wollte ich klassische bayerische Küche in etwas Neues und Außergewöhnliches verwandeln. Obwohl die traditionelle Küche oft als schwer und reichhaltig gilt, möchte ich zeigen, dass sie auch dynamisch, leicht und appetitlich sein kann, ohne ihren traditionellen Charme zu verlieren.“
Fachjury für den Vorentscheid
- Rosina Ostler (Restaurant Alois**, München)
- Heinz Reitbauer (Steirereck**, Wien),
- The Duc Ngo (893 Ryōtei, le duc, Madame Ngo, etc.),
- Julia Komp (Sahila*, Köln) und
- Daniel Gottschlich (Ox & Klee**, Köln)
Die Jury entscheidet am 19. November 2024 in Köln, welches dieser zehn Nachwuchstalente 2025 im internationalen Finale in Mailand antreten wird.