Verändert sich der Betrag, den Ihnen Ihr Arbeitgeber überweist gelegentlich – und zwar, obwohl Sie keine variablen Gehaltsbestandteile haben und sich Ihr Bruttogehalt auch nicht verändert? Was auf den ersten Blick verwundern kann, hat auf den zweiten ganz plausible Gründe. Diese sechs Faktoren haben Monat für Monat Einfluss auf die Höhe Ihres Nettogehalts:
Faktor 1: Steuerlicher Grundfreibetrag
Ein großer Batzen, den Arbeitgeber für das Finanzamt vom Bruttogehalt abziehen, ist die Lohnsteuer. Allerdings gibt es für jeden Beschäftigten einen jährlichen Grundfreibetrag bei der Steuer. Lediglich Einkommen, das diese Grenze übersteigt, muss versteuert werden. Erst zum Jahreswechsel ist der Freibetrag von 11.784 Euro auf 12.096 Euro gestiegen.
«Wenn sich der Grundfreibetrag erhöht, fällt bei Beschäftigten weniger Lohnsteuer an. Arbeitgeber berücksichtigen das und überweisen automatisch ein höheres Nettogehalt», erklärt Erich Nöll, Geschäftsführer des Bundesverbands Lohnsteuerhilfevereine (BVL).